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Informationen für Neupächter

Wie wird man Gartenpächter?

Ganz einfach, indem Sie während einer Sprechstunde Ihr Interesse bekunden. Sie lassen sich dann in eine Bewerberliste eintragen und erhalten danach eine Übersicht freier und neu zu verpachtender Kleingärten und deren geschätzten Werten. Je nach Ihren finanziellen Vorstellungen suchen Sie sich einen Garten aus. Wenn Sie sich für einen oder mehrere Gärten interessieren, erhalten Sie vom Vorstand in der nächsten Sprechstunde die Adresse der abgebenden Pächter um mit denen einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Wenn Sie sich über den Wert mit dem Altpächter einig sind, kommen Sie erneut in die Sprechstunde und beantragen Ihre Vereinsmitgliedschaft, denn die ist Voraussetzung für die Übernahme. Wir begrüßen Sie dann als neues Vereinsmitglied und überreichen Ihnen alle notwendigen Unterlagen. Danach können Sie Ihre kleine Oase übernehmen und nach Ihrem Geschmack so herrichten, dass sie sich darin wohlfühlen. Dass Sie sich dabei an die allgemeinen Regeln halten, ist selbstverständlich.

Was kostet das alles?

Für einmalig 50,00 Euro werden Sie Vereinsmitglied. 

 

Ihr Vereinsbeitrag beträgt jährlich

     

  61,00

EUR

Jedes Vereinsmitglied zahlt eine Festumlage in Höhe von

  

   3,00

EUR

Die Pacht beträgt 18 Ct. je qm; eine Gartengröße von 300 qm entspricht

 54 ,00

EUR

zusammen

118,00

EUR

Sie zahlen somit weniger als 10 Euro im Monat - günstiger können Sie Bioware, Erholung und Fitness nicht bekommen.
Die Beitragsrechnung wird immer in einem Betrag im Oktober fällig.

Wie setzt sich der Übernahmepreis zusammen?

Damit die freien Kleingärten nicht zu willkürlich gesetzten Preisen gehandelt werden, wird jeder Garten vor der Neuverpachtung von unabhängigen und vom Landesverband geprüften Schätzern begutachtet und nach bundeseinheitlichen Richtlinien bewertet. Dabei werden Werte für Bepflanzung, Wege, Bebauung und erkannte Mängel ermittelt. Dieser Betrag darf nicht vom Altpächter erhöht werden. Vorhandene und zu übertragbare Geräte, Werkzeuge und Gebäude-Einrichtungen können jedoch vom Altpächter individuell berechnet werden.

Wie setzt sich der Mängelbetrag zusammen?

Der in der Wertermittlung angegebene Mängelbetrag ist eine Abschätzung der Kosten, die für die Beseitigung der Gegebenheiten, die nicht der Gartenordnung entsprechen, entstehen. Mängel ergeben sich beispielsweise aus vertragswidrigen Bauten und Anpflanzungen. Zumeist werden Grenzabstände nicht eingehalten. Die geschätzten Stunden werden mit 10,00 EUR multipliziert. Je nach Umfang werden noch Container- und Entsorgungsgebühren berücksichtigt.

Gibt es zu beachtende Regeln?

Ja, und diese Regeln dienen dazu, das Zusammenleben aller Vereinsmitglieder in den Gärten und Wegen so unkompliziert zu gestalten, damit sich möglichst niemand über rücksichtslose Nachbarn ärgern muss.

Dazu gehört z.B. die Einhaltung einer verdienten Mittagsruhe in der Zeit von 13 Uhr bis 15 Uhr, an Sonn- und Feiertagen schweigen Maschinen und Geräte.
Da diese Regeln in allen deutschen Kleingärten einheitlich gelten, kann jeder Pächter davon ausgehen, dass die Gartennutzung erholsam bleibt.

Auch müssen Gärten und Wege deshalb so gepflegt werden, dass weder Besucher noch Kommune Anstoß nehmen können, denn es handelt sich um Grundstücke, die von den Kommunen zu niedrigsten Pachtzinsen zum Zwecke kleingärtnerischer Nutzung an die Vereine und deren Mitglieder verpachtet werden.

Die Kleingarten-Vereinsgelände sind offiziell keine Erholungsgebiete. Solche stadtnahen Gelände würden ein Vielfaches an Pacht kosten. Deshalb legen auch die Wegewarte großen Wert auf die Einhaltung der Regeln zum Wohle aller Kleingärtner. Und jeder Pächter tut gut daran, diese einfachen Regeln zu beachten.

Da alle Gärten über vereinseigene Wege erreichbar bleiben müssen, ist es sehr wichtig, dass sich jeder Kleingärtner einmal jährlich daran beteiligt, in einer Gemeinschaftsarbeit die Wege und Zugangstreppen von Unkraut usw. zu befreien. Die Wegewarte benennen die Teilnehmer und setzen die Termine an.

Weil auch im Garten ein Notfall eintreten kann, ist es ganz besonders wichtig, dass die Gartenwege mindestens eine Durchfahrtbreite von 3 m haben, damit Rettungsfahrzeuge schnell vor Ort sein können, denn manchmal geht es um Sekunden. Darum müssen die Wegewarte darauf besonders achten, dass alle Hecken wegseitig so kurz wie möglich zurück geschnitten werden.

Was bedeutet kleingärtnerische Nutzung?

Laut Bundeskleingartengesetz ist ein Kleingarten ein Garten, der dem Nutzer (Kleingärtner) zur nichterwerbsmäßigen gärtnerischen Nutzung, insbesondere zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf, und zur Erholung dient (kleingärtnerische Nutzung). Der Bundesgerichtshof definierte den Begriff „kleingärtnerische Nutzung“ in einem Urteil aus dem Jahr 2004. Eine Kleingartenanlage setzt nicht voraus, dass wenigstens die Hälfte ihrer Fläche zur Gewinnung von Gartenbauerzeugnissen für den Eigenbedarf (insbesondere Obst und Gemüse) genutzt werden muss. Es genügt, wenn diese Nutzung den Charakter der Anlage maßgeblich mitprägt und dies ist in der Regel anzunehmen, wenn wenigstens ein Drittel der Fläche zum Anbau von Gartenbauerzeugnissen genutzt wird.

Wie sieht es mit Strom, Wasser und Abwasser aus?

Die meisten Kleingärten verfügen über einen Stromanschluss des örtlichen Energieversorgers. Der jährliche Verbrauch ist direkt mit der entsprechenden Gesellschaft zu abzurechnen. Eine direkte Anbindung an das Wassernetz haben nur vereinzelte Gärten. In einem solchen Falle müssen die Leitungen außerhalb der Gartenlaube enden. Ansonsten ist Leitungswasser über Zapfstellen in den Wegen zu beziehen. Der Wasserverbrauch über die Zapfstellen ist im jährlichen Beitrag inbegriffen. Eine Abwasserkanalisation gibt es nicht. Auch Chemikalientoiletten sind unzulässig. Empfohlen werden Einstreutoiletten mit anschließender Kompostierung.

Wo finden Sie aktuelle Informationen?

Aktuelle Informationen finden Sie auf unserer Internetseite sowie in den Schaukästen an den Wegen. Die Informationstafel am Vereinsheim enthält weitere Mitteilungen und Hinweise. Einladungen zur Gemeinschaftsarbeit werden rechtzeitig in den Schaukästen ausgehängt.

Wer sind Ihre Ansprechpartner?

Hauptansprechpartner für alle Belange rund um den Garten ist der Vorstand. Fragen zu finanziellen Angelegenheiten richten Sie bitte an den Kassierer. Für die Gartenabnahme und -begutachtung ist der stellvertretende Vorsitzende zuständig. Sollten mal Streitigkeiten zwischen Gartennachbarn auftauchen, versuchen Sie zuerst sie untereinander zu klären, bevor Sie die Wegewarte oder den Vorstand benachrichtigen. Die Kontaktdaten der Vorstandsmitglieder und Wegewarte finden Sie im Bereich „Ansprechpartner“ und in den Schaukästen.

Haben Sie noch Fragen?

Bitte schreiben Sie uns eine Mail oder kommen Sie in unsere Sprechstunde. Wir helfen Ihnen gern weiter.